Erfolgsgeschichte Schoggitaler

Seit 1946 gehört der Schoggitaler zu den Markenzeichen von Schweizer Heimatschutz und Pro Natura.

Am Anfang stand ein genialer Einfall. 1946 hätte der Silsersee im Oberengadin gestaut und die einzigartige Seenlandschaft durch Wasserkraftbauten entstellt werden sollen. Um die Gemeinden für die entgangenen Wasserzinseinnahmen zu entschädigen, "erfanden" Pro Natura und Schweizer Heimatschutz den Schoggitaler. Bundesrat Walter Stampfli und die ihm unterstellten Ämter für Rationierungswesen und Kriegsernährung liessen sich für die Idee gewinnen und gaben 25 Tonnen der damals rationierten Schokolade frei. Bereits zwei Monate später, am 9./10. Februar 1946, wurden landesweit 823’420 Taler abgesetzt. Damit war der Silsersee gerettet.

Seither dient die Schoggitaleraktion beiden Organisationen als feste Einnahmequelle und wichtiges Sensibilisierungsinstrument für ihre Projekte und Aufgaben zum Wohle der Allgemeinheit.

> Artikel Doppelpunkt_Wie der Schoggitaler zur Tradition wurde
> Hörtext: Wie der Schoggitaler zur Tradition wurde

Talerthemen seit 1946

Schoggitaler 2016: Gärten und Parks

Mehr Grün, weniger Beton! Gärten und Parks sind Oasen in einer Welt, die immer hektischer wird. Schleichend verschwinden immer mehr dieser Orte, die uns Ruhe oder Platz zum Spielen bieten und Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten sind. Mit dem Kauf eines Schoggitalers helfen Sie mit, dass wertvolle Grünräume erhalten bleiben und neue entstehen.

Schoggitaler 2015: Blumenwiesen

Blumenwiesen sind faszinierende Lebensräume für eine Vielzahl von Tierarten und fast die Hälfte aller Pflanzenarten der Schweiz. Aber seit Mitte des letzten Jahrhunderts verschwinden immer mehr artenreiche Wiesen, weil sie intensiv bewirtschaftet oder zugebaut werden. Mit den Einnahmen aus dem Schoggitalerkauf 2015 setzt sich Pro Natura dafür ein, dass die Schweiz wieder mehr und buntere Blumenwiesen bekommt.
> Infofolder 'Blumenwiesen'
> Unterrichtshilfe 'Blumenwiesen'

Schoggitaler 2014: Dorfplatz

Plätze sind wichtige Treffpunkte in unseren Quartieren und Dörfern. Wo Bänke entfernt, Bäume gefällt und Parkplätze gebaut wurden, ist das Leben verschwunden. Mit den Einnahmen aus dem Schoggitalerverkauf 2014 setzt der Schweizer Heimatschutz sich dafür ein, Plätze wieder zu beleben, zu erhalten und ihnen eine Zukunft zu geben. 
> Infofolder 'Dorfplatz'
> Unterrichtshilfe 'Dorfplatz'

Aus den vergangenen Jahren sind noch einige Unterrichtshilfen in gedruckter Form verfügbar, die Sie gerne direkt bei uns anfragen können. Benutzen Sie dazu bitte das Kontaktformular.

Schoggitaler 2013: Frösche & Co.

Der Schoggitaler 2013 leistet einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung neuer Weiher und Tümpel, um zusätzlichen Lebensraum für Frösche und andere Amphibien zu schaffen. Obwohl diese Tiere unter Schutz stehen, kämpfen sie um ihr Überleben. Ihre Bestände nehmen weiterhin ab – aus Mangel an Feuchtgebieten, wo sie sich fortpflanzen können.

Schoggitaler 2012: Historische Räume

Wie unsere Vorfahren gewohnt und gelebt haben, lässt sich in vielen Räumen heute noch hautnah erleben. Zu diesen Schätzen unserer Vergangenheit gehören nicht nur reich geschmückte Salons, sondern auch Bauernstuben oder Wohnungen von einfachen Leuten. Noch immer verschwinden diese wichtigen Zeugen der Wohnkultur – oft lautlos und ohne das Wissen der Bevölkerung.

Schoggitaler 2011: Biodiversität im Wald

Der Wald ist für den Menschen wichtig als Lieferant von Holz, als Raum für Arbeit, Freizeit und Erholung und als Schutz vor Naturgefahren, aber auch, weil er zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bietet (40 % aller in der Schweiz heimischen Arten), darunter auch seltene.

Schoggitaler 2010: Historische Verkehrsmittel

Zahlreiche Seilbahnen, Dampfschiffe oder Zahnradbahnen aus den Anfangstagen sind bedroht durch neue Anlagen. Der Erlös der Taleraktion 2010 hilft mit, diese faszinierenden Zeugen der Schweizer Technik- und Verkehrsgeschichte zu erhalten.
> Hilfe durch Schoggitaler_Fussgängerpassarelle Kerzers

Schoggitaler 2009: 100 Jahre Pro Natura

Neue National- und Naturpärke braucht die Schweiz. Mit dem Erlös der Taleraktion 2009 werden insbesondere die beiden Nationalparkprojekte „Parco nazionale del Locarnese“ und „Parc Adula“, aber auch die Schaffung regionaler Naturpärke unterstützt.

Schoggitaler 2008: Biodiversität

Biodiversität – das ist die Vielfalt der Arten, der Lebensräume und der genetischen Ressourcen. Da die Arten voneinander abhängen, kann Artenschwund das System aus dem Gleichgewicht bringen. Mit dem Erlös der Taleraktion 2008 fördert Pro Natura die Artenvielfalt und hilft wertvolle Landschaften – Lebens- und Erholungsräume für Mensch, Tiere und Pflanzen – zu erhalten.

Schoggitaler 2007: Baukultur erleben

In der Schweiz findet sich auf kleinstem Raum eine grosse Vielfalt an wertvollen Baudenkmälern. Der Erlös leistet einen Beitrag zur Erhaltung der baukulturellen Besonderheiten der Schweiz und hilft, der vom Schweizer Heimatschutz gegründeten Stiftung Ferien im Baudenkmal, bedrohte Bauten zu retten, zu renovieren und als Ferienwohnungen zu vermieten.
> Website Ferien im Baudenkmal

Schoggitaler 2006: Flüsse/Rivières/Fiumi/Flums

Im Rahmen ihrer Kampagne "Befreit unsere Flüsse!" setzt sich Pro Natura mit dem Erlös für die Renaturierung von Fliessgewässern ein. Viele Tiere und Pflanzen sind auf naturnahe Gewässer angewiesen. Es soll wieder plätschern und rauschen, der Biber sich wohl fühlen, die Fische frei schwimmen, der Eisvogel natürliche Flussufer vorfinden.

Schoggitaler 2005: 100 Jahre Schweizer Heimatschutz

Der 60. Talerverkauf stand ganz im Zeichen des 100-Jahr-Jubiläums des Schweizer Heimatschutzes. Der Erlös 2005 ermöglicht die Schaffung eines neuen und innovativen Bildungsangebotes: ein Zentrum für Baukultur in der Villa Patumbah in Zürich. Das Haus ist ein idealer Ort für das geplante Zentrum, das Schulklassen und anderen Gruppen, aber auch interessierten Einzelpersonen offen stehen wird.

Schoggitaler 2004: Kulturwege

Aus dem Talererlös werden Projekte des Programms „Kulturwege Schweiz“ von ViaStoria unterstützt. Im Laufe der Jahrhunderte entstand im Alpenraum ein enges Verkehrsnetz – vom einfachsten Saumweg über Geleisestrassen bis zu Chausseen – mit ebenso vielfältigen Nebenanlagen. Ziel ist die Erhaltung dieser historischen Zeugen und deren nachhaltige Nutzung für einen sanften Tourismus.
> Alpiner Wegbau am Scalettapass_IVS-Objekt dank Schoggitaler instandgestellt

Schoggitaler 2003: Schmetterlinge

Bunter und lebensfroh soll die Welt werden mit dem Talerverkauf 2003 für Heimat- und Naturschutz. Denn er ist den vom Aussterben bedrohten Schmetterlingsarten gewidmet. Aus dem Aktionserlös werden Projekte finanziert, die Lebensräume für die ökologisch äusserst wertvollen "Sommervögel" sichern wollen.

Schoggitaler 2002: Industriekultur

Mit dem Erlös unterstützt der Schweizer Heimatschutz verschiedene Projekte zum Thema Industriekultur. Diese Aktion soll Zeugen der industriellen Vergangenheit ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken und neue, zeitgemässe Lösungen für deren Nutzung finden.

Schoggitaler 2001: Biber

Die Taleraktion unterstützt verschiedene Projekte, welche dem scheuen Biber neue Lebensräume erschliessen und Fliessgewässer aus ihrem engen Korsett befreien. Die ganze Natur profitiert davon: Seltene Brutvögel wie der Flussregenpfeifer, der Eisvogel oder die Uferschwalbe, aber auch Amphibien und wandernde Fischarten wie die Äsche fühlen sich in einer solchen Umgebung wohl. Mit dem Erlös wird unter anderem ein grosses Wiederansiedlungsprojekt von Pro Natura an Rhein, Birs, Lützel und Ergolz unterstützt.

Schoggitaler 2000: Estavayer-le-Lac

Ziel ist es, die einmalige Altstadt von Estavayer-le-Lac am Neuenburgersee als lebendigen Wohn- und Lebensraum zu erhalten. Alte Bürgerhäuser, Wehrtürme und die Stadtmauer aus dem 16. Jahrhundert werden mit Talermitteln restauriert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Schoggitaler-Themen 1999 - 1946

1999 Aletsch

1998 Lebensraum Strasse

1997 Moore

1996 Schenkenbergertal (AG)

1995 Alte Gärten

1994 Schaffhauser Randen

1993 Brücken und Wege (Historische Verkehrswege)

1992 Naturwald

1991 Bergbauernhöfe

1990 Naturbäche

1989 Trogen (AR)

1988 Luzerner Seetal

1987 Môtiers (NE)

1986 Pfynwald (VS)

1985 Avenches (VD)

1984 Trockenrasen

1983 Hospental (UR)

1982 Kornblume

1981 Naturschutzgebiet Auried (FR)

1980 75 Jahre Schweizer Heimatschutz

1979 St-Ursanne (JU)

1978 Heimat- und Naturschutz

1977 Kartause Ittingen (TG)

1976 Bolle di Magadino (TI)

1975 Beromünster (LU) und Saillon (VS)

1974 Naturschutzzentrum Aletschwald

1973 Splügen (GR)

1972 Alpines Schutzgebiet Vanil Noir (FR)

1971 Murten (FR)

1970 Naturschutzgebiet Les Grangettes-Novilles (VD)

1969 Kloster St. Johann (Müstair)

1968 Alpines Schutzgebiet Gelten-Iffigen (BE)

1967 Schloss Sargans (SG) und Abtei Payerne (VD)

1966 Lauerzersee (SZ)

1965 Schloss Tourbillon, Sion (VS)

1964 50 Jahre Nationalpark (GR)

1963 Gruyères (FR)

1962 Reusstal (AG, LU)

1961 Morcote (TI)

1960 Werdenberg (SG)

1959 Urwald von Derborence (VS)

1958 Treib am Vierwaldstättersee (UR)

1957 Biber

1956 Breitlauenen-Lauterbrunnen (BE)

1955 Stockalperpalast Brig (VS)

1954 Gedenkstätten Tells (SZ)

1953 Vogelwarte Sempach (LU)

1952 Maloja-Passhöhe (GR)

1951 Rigi-Kulm (SZ)

1950 Isole di Brissago (TI)

1949 Heimat- und Naturschutz

1948 Heimat- und Naturschutz

1947 Heimat- und Naturschutz

1946 Silsersee (GR)